Sounding Board zur Erstellung des Managementplans Welterbe Historisches Zentrum Wien tagte heute erstmals im Wiener Rathaus

Wien (OTS/RK) – Die Stadt Wien hat im Frühsommer dieses Jahres die Erarbeitung des Managementplans für das Welterbe Historisches Zentrum Wien eingeleitet, und plant diesen bis 2021 fertig zu stellen und dem Gemeinderat zur Beschlussfassung vorzulegen.

Am 24. Oktober 2019 fand die erste Sitzung des Sounding Boards statt, in dem erfahrene und thematisch spezialisierte Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland die fachlichen Erfordernisse für ein modernes Management des Welterbes Historisches Zentrum Wien reflektieren und beraten werden.

Unter der Leitung von Ernst Woller – Erster Präsident des Wiener Landtags – diskutierte das Sounding Board in seiner ersten und konstituierenden Sitzung prozessuale und inhaltliche Aspekte des zukünftigen Managementplans. Ernst Woller betonte einleitend die Ambition Wiens, mit dem Managementplan zum Historischen Zentrum Wien einen international neuen Standard für die Handhabung des Welterbes in dynamisch wachsenden Weltstädten zu setzen:

„Der Managementplan soll das Instrument zur Absicherung des Welterbestatus Wiens und zu einer notwendigen weiteren Stadterneuerung und Stadtentwicklung auch im Historischen Zentrum Wiens sein. Wien begreift sich als moderne und weltoffene Stadt, der Managementplan wird die Aufgabe übernehmen, Interessen der Stadtentwicklung und der Stadtbewahrung friktionsfrei zu verknüpfen. Ziel ist die Entwicklung eines Managementplans, der die bestehenden Strategien und Instrumente im Sinne eines optimalen Schutzes unseres Welterbes weiterentwickelt. Dafür wollen wir von den Erfahrungen und vom Wissen Anderer profitieren und freuen uns, dass so viele Expertinnen und Experten unserer Einladung gefolgt sind.

UIV Urban Innovation Vienna GmbH und stadtland Sibylla Zech GmbH präsentierten als Basis für die Reflektion und Debatte im Sounding Board grundlegende Aspekte betreffend Prozess, Methoden und Themenschwerpunkte des Managementplans. Im Zentrum der inhaltlichen Debatte standen die wesentlichen Attribute, die den ausgewöhnlichen universellen Wert (Outstanding Universal Value OUV) des Welterbes Historisches Zentrum Wien ausmachen.

Die nächste Sitzung des Sounding Boards ist für März 2020 terminisiert.

Kontakt für Rückfragen zu Sounding Board und Managementplan
Ernst Woller, Erster Präsident des Wiener Landtages
Tel 4000 81121, ernst.woller@wien.gv.at

Mitglieder des Sounding Boards Welterbe

  • Dr. Christoph Bazil, Präsident des Bundesdenkmalamtes
  • Dipl.-Ing.in Dr.in Renate Bornberg, ICOMOS Austria
  • Dr. Ernst-Peter Brezovszky, Leiter des UNESCO-Referats, BMEIA
  • Dr. Matti Bunzl, Direktor des Wien Museums
  • Mag. Martin Fritz, Rektor der Merz Akademie,
    Hochschule für Gestaltung, Kunst, Medien in Stuttgart
  • Dr.in Sabine Haag, Präsidentin der Österreichischen UNESCO-Kommission
  • Dipl.-HLFL-Ing. Gerd Koch, Leiter des Instituts historische Gärten,
    Österreichische Bundesgärten
  • Arch. Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Rüdiger Lainer, RLP Rüdiger Lainer und Partner
  • Mag.a Ruth Pröckl, UNESCO-Welterbekoordinatorin, BKA
  • Univ.-Prof.in Dipl.-Ing.in Christa Reicher, Leiterin des Instituts für Städtebau,
    Fakultät Architektur RWTH Aachen
  • Dr.in Birgitta Ringbeck, Koordinierungsstelle Welterbe, Auswärtiges Amt Deutschland
  • Mag. Reinhold Sahl, Leiter der Burghauptmannschaft Österreich
  • Dr. Hannes Swoboda, Präsident des Architekturzentrums Wien

Die Diskussionen und Beratungen mit den Mitgliedern des Sounding Boards erfolgen gemeinsam mit Experten und Expertinnen der Wiener Stadtverwaltung unter der Leitung von Landtagspräsident Ernst Woller und Planungsdirektor Thomas Madreiter.

Überblick Prozess Managementplan Welterbe Historisches Zentrum Wien

Prozess & Kernakteure: WER macht den Managementplan?

Der Managementplan wird federführend von der Stadt Wien erarbeitet. Ernst Woller, Erster Präsident des Wiener Landtags, ist für die politische Koordination an der Schnittstelle zur fachlichen Erarbeitung des Managementplans verantwortlich. Die fachliche Leitung in der Verwaltung der Stadt Wien liegt bei Planungsdirektor Thomas Madreiter und MA 21 A-Abteilungsleiter Bernhard Steger. Zwei erfahrene Kooperationspartner – UIV Urban Innovation Vienna GmbH und stadtland Sibylla Zech GmbH – unterstützen die Stadt Wien in der Erarbeitung.

Im Dialog: WER macht mit?

Der Managementplan sieht die intensive Mitwirkung von Verantwortlichen aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft sowie von Vertreterinnen und Vertretern maßgeblicher politischer, gesellschaftlicher, wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Institutionen und Initiativen vor. Der kontinuierliche Austausch mit allen Stakeholdern soll zu einem soliden gemeinsamen Verständnis von Welterbe in Wien beitragen und der Formulierung eines klaren zukünftigen Leitbildes für Politik und Verwaltung im Umgang mit dem Welterbe dienen.

Prozessbausteine: WIE setzt sich der Prozess zusammen?

In vielfältigen Diskurs- und Beratungsformaten wird ermöglicht, verschiedene inhaltliche Positionen zu unterschiedlichen Schwerpunkte auszutauschen und zu debattieren. Die Erarbeitung des Managementplans erfolgt in enger Abstimmung mit UNESCO, ICOMOS Österreich, Bundesdenkmalamt, betroffenen Magistratsdienststellen, NGOs und der Fachöffentlichkeit. Der Managementplan entsteht so im Dialog mit den relevanten Stakeholdern.

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